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Mallorca (Spanien) - Reiserouten



Palma nach oben

Die erste Station ist immer die Hauptstadt der Balearen, von den Inselbewohnern Ciutat genannt. Der Reisende, der die Schiffsreise vorzieht, gewinnt einen unübertrefflichen ersten Eindruck. Bei Tagesanbruch, wenn der Bug den Hafen anpeilt, präsentiert die Stadt ihre schönste Fassade. Die Aussicht, die ständig von den Masten der in der Bucht vor Anker liegenden Schiffe unterbrochen wird, umfaßt eine Folge von Monumenten, Palmen und Dächern. Weit im Westen, zur Linken des Reisenden, kann man zunächst die Türme von Senales und Pelaires ausmachen. Die Burg von Bellver, die wie es sich für eine Festung gehört, auf einem Erdwall erichtet ist, zeigt durch zahlreichen Pinien hindurch ihre Umrisse, die eher palastartig als kriegerisch wirken. Bevor der Blick auf das buntscheckige Zentrum Palmas trifft, sieht man einen kleinen Komplex, Es Jonquet genannt, wo einige Mühlen an die schon verschwundene Vorstadt der Bauern und Fischer, die sich vor den Stadtmauern Palmas erhob, erinnern.
Über den Palmenkronen stechen die Arkaden des Consulado de Mar und die Seitenfassade der Lonja hervor. La Almudaina und La Seo gehen ineinander über; der gewaltige Bau der Kathedrale, der sich am Horizont Palmas abzeichnet, ist eine der typischen Ansichten Palmas. Weit im Osten der Bucht setzt sich die Stadt in den Stränden von El Arenal fort.
Die Besichtigung des historischen Zentrums erfolgt auf beschaulichen Spaziergängen. Auf engstem Raum drängen sich hier Kirchen, Paläste, öffentliche Gebäde von größtem künstlerischen Wert und ein Labyrinth von Straßen, daß an die Betriebsamkeit der Ciutat im Mittelalter erinnert. Die Kathedrale, von den Mallorken La Seo genannt, gibt einen Überblick der verschiedenen Kunstströmungen, die sich zwischen dem 14. und 19.Jh. entfalteten. Außen ist die Puerta del Mirador, die sich in der dem Meer zugewandten Seitenmauer öffnet und die von Guillem Sagrera, dem Bildhauer und Architekten, den der Reisende besser durch die Besichtigung der Lonja kennenlernt, entworfen wurde. Im Innern nehmen die Kapelle Trinidad und die Capilla Real (Königliche Kapelle), die das Hauptschiff fortsetzen, den wichtigsten Platz ein. Die Seitenkapellen und das Museum der Kathedrale enthalten Werke des Barock. Gegenüber der Hauptfassade der Kathedrale, die im 19.Jh. errichtet wurde und sicherlich die interessanteste ist, erhebt sich La Almudaina, der königliche Palast, der auf dem verschwundenen maurischen Alcazar erbaut wurde und in dem die ersten Könige Mallorcas residierten.

Die Lonja, die das Museum der schönen Künste beherbergt, ist eines der schönsten Beispiele der zivilen Gotik des Mittelmeerraumes. Sie wurde im 15.Jh. von Guillem Sagrera erbaut und besitzt ein großartiges Inneres und eine ebenfalls sehr schöne Hauptfassade. In der Nähe der Lonja liegt auch das Consulado de Mar, daß heute Sitz der autonomen Regierung der Balearischen Inseln ist.
Die unbestrittene Achse der Altstadt ist der Paseo del Borne, eine der belebtesten Straßen der Stadt.
Links und rechts davon sind noch mittelalterliche Straßen erhalten, die von eleganten, palastartigen Fassaden und Wohnhäusern aus dem 19.Jh. gesäumt werden. Die vielen Paläste Palmas, in ihrer Mehrzahl im 17. und 18.Jh. erbaut, zählen zu den Hauptanziehungspunkten der Besichtigung, denn sie verleihen der Stadt ein nach Italien weisendes Fluidum von Adel und Reichtum, letztere ein wesentliches Kennzeichen Palmas. Die Adelshäuser der Colom, Villalonga, Oleo, Truyols und Oleza liegen im Bereich zwischen der Kathedrale und der Plaza de Cort, ebenso das Bischöfliche Palais, die Kirchen San Francisco und Montision und die Arabischen Bäder, die beinahe einzigen Überreste der maurischen Stadt. Die Arkaden der Almundaina, ganz in der Nähe der Kathedrale, vervollständigen die Erinnerung an diese Epoche. Das an der Plaza de Cort gelegene Rathaus hat eine schöne Fassade aus dem 17.JH., ein schön geschnitztes Schirmdach ist sein besonderes Kennzeichen. In der Nähe findet man die gotische Kirche Santa Eualia.
Auf der anderen Seite des Borne, hinter der Lonja und dem Consulado, erstreckt sich ein weiteres altes Stadtviertel: El Puig de Sant Pere. Die Kirche Santra Cruz (im 14.Jh. über einer Krypta des 13.Jh. erbaut), die Häuser Weyler, Belloto und Sollerich sowie der Palast von Montenegro sind die empfehlenswerten Sehenswürdigkeiten dieses alten Viertels.
Man kann noch viele andere Plätze aufsuchen. In der Umgebung der Plaza Mayor befinden sich die Rambla und die Avenida Jaime III, zwei wichtige Geschäftsstraßen. Das Haus Berga -heute Provinzgericht- besitzt einen eindrucksvollen barocken Balkon; auch die Straßen, die die Calle del Sindicato im ehemaligen Gremienviertel umgeben, lohnen einen beschaulichen Spaziergang.
Die Burg Bellver liegt etwas abseits der Altstadt. Zu Anfang des 14.Jh. von Pere Salva, der auch die Almudaina erbaute, auf einen Hügel, der ein glänzendes Panorama bietet, errichtet, ist diese Burg ein in ihrer Art einzigartiges und sehr wertvolles Verteidigungsbauwerk gotischen Stils. In ihrem Innern befindet sich ein Museum mit einer wertvollen Sammlung klassischer Stücke.

Die Sierra von Taramuntana nach oben

Die erste Route führt durch einen der schönsten Landstriche Mallorcas. Die Berglandschaften in Meeresnähe, die Steilküsten und die kleinen Calas stehen im reizvollen Kontrast zu dem raffinierten Luxus der Possessions -den typischen Landvillen Mallorcas- und zu der klösterlichen Atmosphäre, die die Landschaft von Valldemossa umgibt. Der Hinweg verläuft über die Lanstraßen 719 und 710 über Sa Calobra zum Kloster von Lluc, daß auf einen der höchsten Punkte der Insel liegt. Der Rückweg verläuft nach Soller, wo man über die C-711 nach Palma fährt.

Palma in Richtung Andraitx verlassend, kommt der Reisende zunächst an einer Feriensiedlung mit sehr guten Erholungseinrichtungen vorbei. In Santa Ponca erinnert ein Wachturm an Zeiten, in denen Angriffe vom Meer keine Seltenheit waren. Gerade in der Cala von Santa Ponca gingen die katalanisch-aragonischen Schiffe vor Anker, um die maurische Insel zu erobern. Die Landstraße nach Andraitx führt an sehr schönen Küstendörfern vorbei: Cabo Andritxol und der geschützte Strand von Camp de Mar sind sehr empfehlenswert. Bald stößt der Reisende auf eine Umgehungsstraße, die nach Puerto de Andraitx führt, einem natürlichen Hafen, der Fischer und Sommergäste beherbergt und von Pinienwäldern umgeben ist. 5 km von der Küste landeinwärts liegt der eigentliche Stadtkern von Andraitx, im Landesinnern gelegen wegen der wiederholten Angriffe der Türken. Die gotische Pfarrkirche und das Herrenhaus Son Mas sind die wichtigsten Sehnswürdigkeiten. Vom Friedhof hat man eine schöne Aussicht auf die Umgebung von Andraitx.
San Telmo ist der meistbesuchte Ort der Küste. Eine Burg aus dem 16.Jh. und die Möglichkeit zu der nahegelegenen Insel Dragonera überzusetzen, machen nur einen Teil seiner Anziehungskraft aus. Von Sant Telmo sollte der Reisende auch die alten, in einer herrlichen Umgebung liegenden Klosterruinen Sa Trapa besuchen.

Von jetzt an verläuft die Route über die Küstenstraße. Wir empfehlen dem Reisenden jedoch, sich eine Weile ins Landesinnere zu begeben und Puigpunent und seine Ungebung zu besuchen. Das Dorf liegt zwischen mit Oliven und Mandelbäumen bewachsenen Hängen und ist von Possessions -von denen Son Forteza aus dem 17.Jh. hervorsticht- umgeben. Auf dem Rückweg lohnt es etwa 5 km vor Puigpunent in Galilea Station zu machen.
Fährt der Reisende über die C-710 in Richtung Valldemossa, gelagt er bald zum Aussichtspunkt Ses Ortigues, von wo aus man herrliche, nur vom Meer her zugängliche, Calas überblickt. Ohne Wechsel in der Landschaft führt die Straße weiter nach Estellenchs, einen Dorf mit steilen Abhängen, daß von Gärten, Pinien und Olivenbäumen umgeben ist. Von hier aus kann man zu Fuß zur Cala de Estellenchs gelangen, die durch einen etwas beschwerlichen Weg mit der Zivilisation verbunden ist. Ein Strandcafe sorgt für die Bewirtung der Badegäste.
Banalbufar, in 8 km Entfernung, ist einer der empfehlenswertesten Plätze der Insel. Die terrasenförmigen Hänge und die Steilküste mit den Wachtürmen sind ein unübertreffliches Beipiel mediterraner Landschaft. Son Bunyola, eine nahegelegene Possessio, und der Aussichtspunkt von Las Animas lohnen einen Besuch. In Port d'es Canonge, wohin eine Landstraße führt, die nördlich von Banalbufar abzweigt, befinden sich ein Strandrestaurant und Fischerhäuser. Die gleiche Landstraße führt landeinwärts nach Sa Granja, einem großartigen Landpalast aus dem 17. und 18.Jh., er gehört zur Gemeinde Esporles und ist für Besichtigungen geöffnet.
Die nächste Station ist Valldemossa. Hier sollte sich der Reisende die nötige Zeit und Ruhe nehmen, um durch die steilen Straßen dieses alten Städtchens zu gehen. Besichtigungen der gotischen Pfarrkirche und des Klosters Cartuja sind unerläßlich. Letzters weckt die Erinnerung an Reisende, die das Kloster als Gästehaus benutzten, als es schon nicht mehr den Mönchen gehöerte: Die Gemächer von Chopin und der und der französischen Schriftstellerin George Sand erscheinen dem Reisenden allerdings etwas übertrieben in Szene gesetzt. Die Kirche der Cartuja mit alten Gemälden, die Apotheke und das kleine Museum, daß in der Bibliothek der Mönche untergebracht ist, sind ebenfalls sehenswert. Der Kreuzgang von Ses Murteres ist ein romantischer Garten.
Die Kapelle Trinidad gehört bereits zu den Ländereien des Erzherzogs Luis Salvador. Die gleiche Landstraße in Richtung Soller führt bis zum Landgut Miramar, wo sich der Son Morroig erhebt. Son Marroig gehört zum Umkreis von Dya und ist eine der schönsten Hinterlassenschaften des Erzherzogs. Der kleine, auf einem Abhang zum Meer gelegene, klassizistische Tempel ruft die symbolistische Veranlagung dieses ersten Bewunderes Mallorcas hervor, der seinen Gästen den Sonnenuntergang als Schauspiel präsentierte.
Son Marroig, mit seiner an Italien angelehnten Architektur, beherbergt heute ein Museum, in dem sich die Erinnerungen an den Erzherzog mit alltäglichen Gegenständen des Mallorcas des 19. Jhs.vermischen.
Die Landpitze Sa Foradada ist eine der bekanntesten Ansichten dieses Küstenstrichs.

In unmittelbarer Nähe von Son Marroig liegt Dya, ein kleines Dorf mit hervorragenden Beispielen volkstümlicher Architektur inmitten einer intakten Landschaft. In seinen Straßen ist der Passionsweg Christi in einer Reihe von Altarbildern aus Kacheln abgebildet. In letzter Zeit hat es einen ausgesuchten Kreis Intellektueller nach Dya gezogen, dessen führende Persönlichkeit, der englische Schriftsteller Robert Graves, sich 50 Jahre lang um die Unversehrtheit der Umgebung bemühte.
Nach wenigen Kilometern auf der gleichen Landstraße findet man die kleine Ansammlung von Bauernhäusern Llucalcari, in der eine Zeitlang Picasso lebte. In der Umgebung wird der Reisende herrliche Plätze finden.

Etwa 10 km von Dya führt eine Abzweigung nach Soller und dem Hafen von Soller, dem alten Viertel der Fischer. Die kultivierte Altstadt im Zentrum enthält neben Fassaden aus den 19.Jh. einen Konvent des 18.Jh., eine Pfarrkirche des 16. und 17.Jhs. mit einer neugotischen Fassade der katalanischen Schule und ein Rathaus etwa der gleichen Epoche.
Von Soller führt eine Straße nach Fornalutx und Biniaraix zwei, für die Liebhaber volkstümlicher Architektur, sehr interessante kleine Bergdörfer.
Der Hafen von Soller liegt 5 km vor der Stadt. Dicht mit Kiefern bewachsene Berge umgeben diesen prächtigen natürlichen Hafen, der im Sommer viele Besucher anlockt. Im Viertel der Fischer befindet sich die Wallfahrtskirche Santa Catalina, von wo aus man einen der schönsten Ausblicke auf die Bucht hat.

Die Landstraße dringt jetzt in die höchste Zone der Sierra de Tramuntana ein. Nach 27 km -zwischen dem Stausee von Gorch Blau und dem Gipfel des Puig Mayor- zweigt eine unwahrscheinlich kurvenreiche Straße ab, die zur Cala de la Calobra und zum benachbarten Torrente de Pareis, einem Wildwasserbach, führt. Wir befinden uns in einer der landschaftlich eindrucksvollsten Gegenden Mallorcas.
Ein kleiner Fußgängertunnel verbindet La Calobra mit der in einer Felsschlucht liegenden Mündung des Torrente. Das Meer nimmt hier türkisfarbene Töne an. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß dieser Ort trotz seiner exzentrischen Lage keineswegs zu den menschenleersten zählt. In den Sommermonaten lockt er viele Besucher an die mit den Auto, oder von Soller aus mit dem Boot hierher kommen.

Wieder auf der C-710 erreicht der Reisende bald die Kirche San Pedro de Escorca. Sie ist eine der ersten Kirchen, die nach der christlichen Eroberung erbaut wurden.
Ganz in der Nähe bietet sich ein imposantes Landschaftsbild: Hier fließen die kleinen Sturzbäche zusammen, aus denen sich dann der Torrente de Pareis bildet. 5 km weiter befindet sich das Kloster von Lluc, wo unsere erste Route endet.
Die Wallfahrtskirche besteht aus einen Gebäudekomplex aus dem 17. und 18.Jhr.. Die Kirche wurde zu Anfang des 20.Jhs. unter Anleitung von Antonio Gaudi und Rubio y Bellver restauriert. Das kleine Museum, die zwei gotischen Marienbilder der Kirche, die das Kloster umgebende Landschaft, die bescheidene Herberge die hier eingerichtet ist; sowie die symbolische Bedeutung, die Lluc für der Mallorkiner hat, machen diesen Ort sehr empfehlenswert.

Der Rückweg nach Palma verläuft über die gleiche Strecke bis Soller. Die nur 30 km lange Straße C-711 macht den Reisenden mit zwei herrlichen Possessions bekannt: Alfabia und Raixa. Alfabia liegt am Fuße der Sierra; sie besteht aus einem Palast und einem wunderbaren romantischen Garten mit tropischen Pflanzen, Pavillons, Teichen, Pergolas und einem von den spanisch- maurischen Innenhöfen inspirierten Abschnitt. Das Gebäude mit einer Fassade aus der Barockzeit enthält eine äußerst wertvolle arabische Täfelung und eine gute Sammlung traditioneller mallorkinischer Möbel.
Ab hier verläuft die Landstraße schnurgerade bis Palma. Vor der Ankunft in Palma empfehlen wir allerdings noch den Besuch der anderen Possession: Raixa, ein wunderschöner Palast, der auf einem alten maurischen Landhaus errichtet wurde.
Der Palast, die Gärten und die prächtige Treppe, die in die Villa führt, wurden in Lorenzo Villalongas Film Bearn benutzt, um das vornehme ländliche Milieu Mallorcas bildreich in Szene zu setzen.

Die Buchten von Pollenca und Alcudiadie nach oben

Die nächste Route verläuft entlang des nördlichen Küstenabschnitts. Die Städte Pollenca, Alcudia und Artá, sowie der Wechsel von gewaltigen Steilküsten und ausgedehnten Sandstränden sind die Kennzeichen dieses Ausflugs.

Die Küstenreise beginnt in Pollenca, einer Ortschaft, die wachsam und selbstbewußt ihre alten Traditionen bewahrt. Die Stadt liegt am Fuße des Puig de Pollenca und des Calbario in den Ausläufern der Sierra de Tramuntana.
Alte große Portale verleihen der Altstadt ein vornehmes Äußeres. Eine große, von Zypressen gesäumte Freitreppe führt bis zum Calvario in den Ausläufern der Sierra de Tramuntana. Alte große Portale verleihen der Altstadt ein vornehmes Äußeres. Eine große, von Zypressen gesäumte Freitrepe führt bis zum Calbario (Kalvarienberg) hinauf. Auf dem Gipfel steht eine Kapelle aus dem 18. Jhr.. Das Kreuz gelangte angeblich durch ein Wunder hierher. Der Aufstieg lohnt sich auch wegen des Panoramas, welches das Oratorium bietet.
Den Puig de Pollenca krönen ebenfalls eine Kapelle und ein Wachturm, der die Verteidigung der Stadt sicherte. In der Innenstadt sind folgende Besichtigungen empfehlenswert: Roser Vell, eine gotische Kapelle mit einem Altarbild der gleichen Epoche. Die Pfarrkirche und die Kirche Montision, beide aus dem 18. Jh.; sowie das Kloster Santo Domingo, ein barockes Bauwerk. In der Umgebung befindet sich auch eine gut erhaltene Brücke aus der Römerzeit.
Die Umgebung von Pollenca lädt zu interessanten Ausflügen ein. Jenseits der Gärten und Felder, die die Stadt umgeben, in den Berglandschaften der Sierra de San Vicente (über der Bucht gleichen Namens) und des Puig de Ternelles gibt es Plätze wilder, unberührter Schönheit. An der Kürste ragen die Ruinen des Castillo del Rey aus den jäh ins Meer hinabstürzenden Felswänden empor. Die Cala de San Vicente, am Ansatz des Cabo de Formentor gelegen, ist mit entsprechenden Einrichtungen für den Sommerurlaub ausgestattet. 6 km trennen die Stadt Pollenca von der Bucht. Eine Straße führt zum Hafen von Pollenca, einem alten Fischerviertel, daß von ruhigen und nie überfüllten Feriensiedlungen umgeben ist.
Eine Landstraße führt entlang der Bucht von Pollenca, die von Kap Formentor und dem Kap Pinar begrenzt wird. Bevor er die Reise nach Alcudia fortsetzt, sollte sich der Besucher ins Innere der Halbinsel Formentor begeben. Sie ist einer der landschaflich eindrucksvollsten Punkte der Insel. Zwischen dem Kap, das den nördlichsten Punkt Mallorcas bildet, und dem Hafen von Pollenca liegen etwa 20 km. Auf beiden Seiten der Landrastraße ziehen hinreißende Landschaftbider mit Steilküsten, die teilweise über 200 m hoch sind, und gut geschüszten Calas mit schwachem Wellengang vorüber. Auf halber Strecke liegt rechts der Landstraße die Cala del Pi de la Posada.
Hier befindet sich ein berühmtes Hotel, daß in den letzten Jahren zum Treffpunkt von Künstlern und des vornehmsten europäischen Tourismus wurde.

Die nächste empfehlenswerte Station ist die Cala Murta am Fuße des Monte del Fumat. Von hier aus ist es nur noch eine kurze Strecke (die durch einen Tunnel führt) bis zum Leuchtturm des Cabo Formentor. Gegen Westen liegt ein einsames Fleckchen, die Cala Figuera. Bei der Rückkehr sollte man über die 8 km lange Landstraße der Küste entlang nach Alcudia fahrern. In dieser mittelalterlichen Stadt sollte sich der Reisende die nötige Zeit nehmen, durch die von Herrenhäusern des 16. und 17. Jhs. flankierten Straßen zu schlendern.
Die Pfarrkirche (sie ist künstlerisch sehr schön) und die Tore der Stadtmauer sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten.
Die Besichtigung darf jedoch nicht auf die Innenstadt beschränkt bleiben. Ganz in der Nähe befindet sich die archäologische Fundstätte des einstmaligen Pollentia: Einer von den Römern im 2. Jh.v.Ch. gegründeten Stadt, von der ein Theater und einige Fragmente der Stadtmauer und der öffentlichen Wege erhalten sind. Im Centro Arqueologico de Alcudia werden die bei Ausgrabungen gefundenen Stücke aufbewahrt. Vom Stadtinnern führen zwei Straßen zur Halbinsel von Alcudia. Im felsigen Nordgefälle lohnt sich der Besuch der Kapelle Ermita de la Victoria; im 13 Jh. erbaut, wurde sie im 17 Jh. wiedererrichtet. Auch die Besteigung des Monte San Talaia ist wegen der herrlichen Aussicht auf beide Buchten lohnend. Auf der Südseite sind einige schöne Straßnde und vor allem der Hafen von Alcudia lohnd einen Besuch. In dem Hafen, der 2 km von der Stadt liegt, findet der Reisende noch echte Seemannsatmostphäre vor.

Entlang der restlichen 15 km bis zum Cabo Ferrutx säumen jetzt Strände die Bucht. Ganz in der Nähe von Alcudia breitet sich ein Sumpfgelände aus, es gehört zu S´Albufera, daß im letzten Jahrhundert teilweise trockengelegt wurde und heute Naturpark ist. Schilf, Teiche und Wasservögel bilden ein einzigartiges Landschaftsbild. Liebhaber von Naturbeobachtungen müssen sich bei der Parkverwaltung die Erlaubnis zum Betreten des Naturparks einholen.
Kurz hinter der Feriensiedlung Ca´n Picafort führt die Landstraße weg von der Küste. Son Real und Sa Canova sind zwei interessante archäologische Fundstätten. Der Reisende kommt hier zum ersten Mal mit der weit zurückliegenden Megalithkultur in Kontakt.
Auf der Halbinsel von Arta beenden wir diese Route. Das Stadtinnere bietet neben einigen Herrenhäusern eine Reihe von Sehenswürdigkeiten: Die Pfarrkirche aus dem 16. Jhr., das Kloster San Francisco aus dem 17. Jhr. und die Almudania, eine alte mittelalterliche Festung, die in ihrem Innern eine Kapelle birgt. Das Musseum von Arta enthält eine Sammulung prähistorischer Stücke.
Die Fundstätte von Ses Paisses, neben dem Stadtinnern, ist für jeden an der Megalithkultur interessierten Reisenden ein weiterer unerläßlicher Besichtigungsort. In der Nähe von Arta, auf dem Massiv der Halbinsel (einst das Jagdgebiet der mallorkinischen Könige), befindet sich auf einer Anhöhe die Kapelle von Betlem, von wo aus man eine herrliche Aussicht auf die benachbarte Bucht von Alcudia hat.
12 km weiter in Richtung Manacor lohnt der Besuch der alten Wallfahrtskapelle Bellpuig, einer gotisch-romanischen Kirche, die jetzt einen Landhaus angeschlossen ist.

Die Ostkueste nach oben

Die nächste Route macht den Reisenden mit der Ostküste Mallorcas bekannt. Sie führt von der Halbinsel Arta bis zum einsamen Kap Ses Salines, gegenüber der Insel Cabrera. Fischerhäfen, Strände und die phantastische unterirdische Landschaft der Höhlen sind die Kennzeichen dieser Reise.

Der Ausgangspunkt ist Cala Racjada, ein Urlaubsort, der sich um einen kleinen, von den Cabo de Capdepera gut geschützten Fischer- und Sporthafen schart. Auf diesem Küstenstrich wechseln Calas und Strände mit Pinienwäldern in Hintergrund ab.
3 km weiter liegt Capdepera, am Fuße einer mittelalterlichen Wehrmauer, in deren Inneren sich ein gotisches Oratorium befindet. Auf den Rundweg um die gut erhaltene Stadtmauer blickt der Reisende auf ein ausgedehntes Küstenpanorama. Von hier empfehlen wir dem Reisenden, sich wieder zur Küste in Richtung der Tropfsteinhöhlen Cuevas de Arta zu begeben. Einer wunderbaren Gesteinsformation bei der Steilküste des Cabo Vermell, neben dem Strand von Canyamel. Die wilde Folge von riesigen Höhlungen wurden wegen der fesselnden Wirkung der Stalagmiten und Stalaktiten mit den von Dante heraufbeschworenen Inferno verglichen. Da jeglicher Versuch einer Beschreibung unzulänglich wäre, beschränken wir uns darauf, hinzuweisen, daß einige Säle der Cuevas de Arta die Ausmaße der Karthedrale von Palma haben. Im krassen Gegensatz zu diesem obskuren Szenarium steht der Strand von Canyamel; er ist einer der schönsten der Gegend.
Wieder Richtung landeinwärts hat der Reisende Gelegenheit, die Torre de Canyamel, ein massives Befestigungswerk, zu besuchen. In früheren Zeiten diente es den von Piraten bedrohten Bauern als Zufluchtsort. In seinen mit gotischen Wölbungen versehenen Innern befindet sich ein kleines ethnologisches Museum. Kurz hinter der Torre de Canyamel gabelt sich die Landstraße; die linke Abzweigung führt bald nach Son Servera, einem kleinen Bauerndorf, daß einen an die Pfarrkirche angelehnten mittelalterlichenTurm (seit dem 17. Jh. eine Kapelle) besitzt.
Von hier aus führen mehrere Straßen zur Bucht von Son Servera, in der Wohnkomplexe inmitten einer reizvollen Landschaft errichtet wurden. Port Vell ist ein kleiner, von Feriensiedlungen umgebener Fischerhafen. Cala Bona und Cala Millor sind zwei stark besuchte Sommerorte, in denen allerdings kein allzu hektisches Treiben herrscht. Ganz in der Nähe befindet sich der Cabo de N'Amer, der die Bucht im Süden begrenzt. Hier steht ein weiterer, gut erhaltener Festungsturm aus dem 17. Jh..
Von Son Servera führt eine Straße in Richtung Porto Cristo. Von Porto Cristo findet der Reisende kurze Abzweigungen die nach Cala Moreia und Cala Morlanda führen.
Porto Cristo ist einer der ältesten Häfen der Insel. Das beweist die Entdeckung eines römischen Schiffes, daß in der Nähe des Festlandes unterging. Am Ende einer gut geschützten Reede liegt das Fischerdorf. Es entstand im Mittelalter um Manacor zu versorgen und es hat, trotz der vielen Besucher, seinen Stil erhalten. Wir empfehlen die in der Nähe liegenden Höhlen Cuevas del Drac, die vielleicht bekanntesten Tropfsteinhölen von Mallorca, zu besuchen. Das klare Wasser des unterirdischen Sees trägt dazu bei, die optischen Effekte dieser großartigen Höhle zu verstärken. Hier findet täglich ein Konzert statt, daß in Booten die über den See Martel gleiten, aufgeführt wird. Auf dem Weg nach Manacor empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zu den Cuevas dels Hams. Diese Tropfsteinhöhle ist auch vom Venezianischen Meer überflutet.
Der nächste Besuch gilt Manacor, einer alten Stadt des Kunsthandwerks, die im 17. Jh. die besten Holzschnitzer beherbergte. Heute noch wird die Insel von hier aus mit den traditionellen Möbeln im Stile Mallorcas versorgt. Heute arbeitet ein großer Teil der Bevölkerung in der Perlenproduktion von Mallorca, einem der gesündesten Indrustriezweige der Balearen. Im Stadtkern finden wir noch drei Türme der verschwundenen Festung. Die Pfarrkirche, mit ihrer gotischen Apsis, lohnt einen Besuch.
Nach 29 km kommen wir nach Felanitx am Fuße des Puig de San Salvador. In Felanitx empfiehlt es sich, das Kloster von San Agustin aus dem 16. Jh. und die Pfarrkirche aus dem gleichen Jahrhundert zu besuchen. Die Kirche ist im spätgotischen Stil erbaut und mit einer Fassade aus dem 17. Jh. versehen. Im gastronomischen Teil gehen wir ausführlicher auf die wohlschmeckenden Würste von Felanitx ein.
Bevor die Reise das Meer erreicht, steigt eine Straße zum Puig de San Salvador hinauf. Auf den zwei höchsten Erhebungen befinden sich die Burg von Santueri und das Kloster, welches diesem kleinen Massiv seinen Namen gab. Das Kloster birgt einige Stücke von hohem künstlerischen Wert. Die bedeutendsten sind eine Marienfigur und ein gotisches Altarbild.
Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Küste mit Porto Colom in der Mitte. Die mit Pinien gesäumten Calas bilden eine sehr reizvolle Landschaft.
Eine kleine Landstraße führt an der Küste entlang bis Porto Petro, einem natürlichen Häfen, wo seit jeher Fischer leben. Porto Petro ist heute von Feriensiedlungen und Villen umgeben, die aber den alten Stil bewahrt haben. Cala D´Or, Cala Figuera, Cala Santanyi und Cala Llombards bilden eine hügelige, zerklüftete Landschaft und sind sehr gut zum Baden und für Spaziergänge geeignet.
Santanyí, ganz in der Nähe, hat von seiner alten Festungsanlage ein stabiles Tor -Porta Murada- bewahrt, daß an die Gefahren der Piraterie erinnert. Die Piraten waren in diesem Teil der Insel besonders aktiv, da die Insel Cabrera, die ein Operationszentrum der Seeräuber war, ganz in der Nähe liegt. Die Kapelle Roser in der Pfarrkirche ist ein kleines gotisch-romanisches Oratorium. Von großem Interesse ist auch eine rokoko Orgel in der Kirche.
Etwas mehr als 10 km trennen Santayí vom Kam Ses Salines, einem einsamen Ort, der für Spaziergänger sehr geeignet ist.

Das Inland und die südliche Küste nach oben

Diese letzte Reisestrecke führt uns zu einigen Winkeln des Inlands von Mallorca und auch zur fast unbeschriebenen Südküste. Der Besucher sollte immer eine gute Straßenkarte mit sich führen, da wir in diesem Fall einige Wegstrecken über Nebenstraßen vorschlagen. Die Gärten, Weinberge und Getreidefelder der Zentralebene -El Pla- zeigen eine wenig bekannte Seite der Insel.
Wen man Palma auf der Straße C-713 verläßt, kommt man nach 19 km nach Comsell, einem kleinen Dorf, dessen größte Attraktion das traditionelle Kunsthandwerk darstellt. Von hier befährt man linkerhand eine schöne Landstraße, die in die Ausläufer der Tramuntana ansteigt.
Man kommt bald nach Alaró, in dessen Nähe sich die Ruinen einer Burg erheben. Die Festung, die nur am Wochenende besichtigt werden kann, befindet sich auf einem steilen Vorgebirge und ermöglicht einen herrlichen Ausblick bis nach Palma im Süden und auf einen großen Teil der Zentalebene im Osten. Zwischen den Felsen liegt eine im 17. Jh. errichtete Einsiedelei.
Mit interessanten Reliefs und mit einem Altarbild, das die Verteidigung des Königreichs von Mallorca im 13. Jh. gegen die Einfälle der Aragonier erzählt.
11 km trennen Alaró von Inca, einer alten Industriestadt, die noch einige cellers -Weinkeller- besitzt, die nicht mehr benutzt wurden, seit die Weinerzeugung im vergangenen Jahrhundert zurückging. Mit Fässern und Originalpressen dekoriert, sind diese Weinkeller heute Restaurants, die die Spezialitäten der ländlichen Küche von Mallorca anbieten. Die Kirche Santa Maria la Mallor -ursprünglich gotisch, obwohl mit barokken Ergänzungen- und die Klöster Santo Domingo und San Francisco treten im Stadtzentrum hervor.
Auf der Straße C-713 befindet sich, ungefähr 10 km von Inca, die Abzweigung nach Sa Pobla una Muro. In Muro gibt es viele schöne Fassaden alter Häuser im Stil payés und außerdem eine gotische Kirche. Das Völkerkundemuseum von Mallorca, in zwei alten Gebäuden untergebracht, ist ein Besuch wert. Neben Sammlungsstücken von großem Interesse besitzt es auch Objekte von schon ausgestorbenen Handwerksberufen.
Von hier aus empfiehlt es sich, nach Santa Margalida zu fahren; in diesem Bauerndorf steht noch das alte Schloß, in der Comte Mal lebte. Diese fast legendäre Persönlichkeit des 17. Jhs. ist für seine Gewalttaten berühmtberüchtigt.
Eine andere Landstraße bringt den Besucher nach Petra. Hier wird man unweigerlich an den Mönch Junípero Serra erinnert, der in Petra geboren wurde. Er war der Gründer von Missionen, aus denen später verschiedene Städte Kaliforniens entstanden, an ihrer Spitze Los Angeles. Die Kirche des Klosters San Vernardin aus den Anfängen des 17. Jhs. und das Geburtshaus des Mönches empfehlen sich für einen Besuch. In der Nähe erhebt sich auf einem kleinen Hügel die Wallfahrtskapelle Nuestra Senora de Bonany.
Über das 13 km enfernte Montuiri kommt der Besucher nach 13 km zur Wallfahrtskapelle Montision. Im Kloster, dessen Zentrum aus dem 14. Jh. stammt, gibt es eine bescheidene Herberge, die für Ruhesuchende wie geschaffen ist. Campos, 6 km entfernt, ist ein Städtchen mit viel Landwirtschaft. Das Krankenhaus aus dem 15. Jh. und das Rathaus aus dem 16. Jhr. sind die bemerkenswertesten Baudenkmäler.
Von Campos befahren wir eine Landstraße zur Küste, die nach Es Salobrar führt. Es Salobrar ist eine Saline von großem ökologischen Interesse, da dorf zahlreiche Zugvögel nisten. Ein Dünenstreifen trennt Es Salobrar vom Meer. In der Nähe liegen die kilometerlangen einsamen Strände und Dünen Es Trenc.
Auf dem Rückweg kann der Besucher die Straße C 717 in Richtung Palma benutzen. Nach 14 km kommt er nach Llucmajor, einer Stadt mit geraden Straßen und einigen interessanten Gebäuden. Das Kloster San Buna Ventura aus dem 17. Jh. und die Pfarrkirche aus den 18. Jh. sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ein großartiges Monument, das Jaime III. während einer Schlacht darstellt, erinnert daran, daß hier das Königreich von Mallorca die Unabhängigkeit einbüßte.
Wenn man von hier aus die Straße nach Algaida benutzt, kommt man zum Puig de Randa, der die Zentralebene überragt. Darauf wurden drei Gebetsstätten errichtet. Voran die Kapelle Nuestra Senora de Gracia: sie steht seit dem 15. Jhr. in einer Felsenhöhlung, die sie vor der Witterung schützt. Die Kapelle San Honorato befindet sich etwas höher auf dem Weg zur Kapelle Nuestra Senora de Cura. Sie steht an einer Stätte, die Ramon Llull am Ende des 13 Jh. als Ort der inneren Einkehr diente.
Auch hier verfügt der Besucher über eine ansperchende Herberge. Die Bibiliothek des Wallfahrtsortes enthält bedeutende Dokumente über den den großen Philosophen Mallorcas.
Llucmajor ist der Mittelpunkt des Gebietes La Marina. Dieser ebene Landstrich ist mit alten Windmühlen übersät. Wir schlagen dem Besucher vor, die Ebene von Norden nach Süden, in Richtung Cabo Blanco zu durchqueren. Bevor man nach Cabo Blanco kommt, empfiehlt es sich, in Capocorb Vell anzuhalten, einer sehr gut erhalten Siedlung der Megalithkultur. Der Besucher hat von Cabo Blanco aus einen herrlichen Ausblick.
Der Küstenstrich La Marina besteht aus einer hohen Steilküste. Der Besucher kann ihr in Richtung Palma folgen, bis er auf die ersten Siedlungen trifft, die das bereits in der Bucht von Palma gelegene, bunt zusammengesetzte Touristenzentrum El Arenal ankündigen.

Die Inselgruppe Cabrera nach oben

Die siebzehn Inselchen, die Cabrera bilden, liegen gegenüber der Südküste von Mallorca. Sie bieten eine gute Möglichkeit, eine kurze, aber schöne Schiffsreise zu machen.
Einmal in der Woche fährt vom Hafen von Colonia de Sant Jordi ein Schiff nach Cabrera und kehrt am gleichen Tag zurück. Wenn der Besucher einer kürzeren Besuch vorzieht, kann er in Sant Jordi (in de Nähe des Kaps Ses Salinas, in der Germarkung Campos) einen Fischkutter mieten und jede beliebige Insel besuchen.
Cabrera kann nur am Tag besucht werden, da es sich um einen Naturpark handelt und Übernachten dort verboten ist. Außerdem ist der Besuch auf die Küste beschränkt, die von vielen Buchten und einem einzigen Sandstrand im Osten gebildet wird.
Wenn der Besucher Glück hat, kann er Delphine aus der Nähe sehen, die neben den Möwen die häufigsten Besucher dieser einsamen Küsten sind.
In der Näe vom Hafen von Caberera, im westlichen Teil der Insel, erhebt sich eine Burg aus dem 14. Jh., die den Piraten bei ihren Einfällen auf Mallorca als Unterschlupf diente. Ein anderes Baudenkmal am Ende der Reede erinnert den Besucher an eine unglückliche Begebenheit. Aufgrund des Unabhängigkeitskrieges wurden 1809 etwa 9000 französische Gefangene auf diese Insel deportiert. Sie waren dort sich selbst überlassen und hatten nur einen Süßwasserbrunnen. Die Mehrheit erlag dem Hunger und den Krankheiten. Als sie nach fünf Jahren in ihre Heimat zurückkehren konnten, war nur noch ein Drittel am Leben.
In der Nähe des Hafens, neben der Cala Gandulf, befindet sich die Höhle Cova Blava, die nur vom Meer aus zu erreichen ist und in der das Licht phantastische Spiegelungen erzeugt. Es empfiehlt sich Verpflegung mitzunehmen, denn Cabrera verfügt nur über eine kleine Kantine.

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