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Die Republik Polen (Rzeczpospolita Polska) grenzt im Westen an Deutschland, im Süden an Tschechien und an die Slowakei. Ihre Nordgrenze bilden die Ostsee (528 km) und Russland.
Auf einem Gebiet von 312.700 km leben über 38,5 Millionen Menschen (98,4 Prozent Polen, über 90 Prozent Römische Katholiken), davon 1,8 Millionen in der Hauptstadt Warszawa. Zu den größten Städten Polens gehören: Łódź, Kraków/Krakau, Wrocław/Breslau, Poznań/Posen, Gdańsk/Danzig, Katowice/Kattowitz und Szczecin/Stettin. Die Staatsform Polens ist eine parlamentarische Demokratie mit dem Staatspräsidenten, Zweikammerparlament (Sejm und Senat), Ministerrat.
Im Jahre 1998 kamen nach Polen 18,8 Mio. ausländische Touristen, darunter 6,7 Mio. aus Deutschland. Als Tourist betrachtet man Besucher, die mindestens 1 Übernachtung in Polen haben. Der durchschnittliche Aufenthalt der deutschen Touristen betrug 5,9 Tage (1997- 5, 7 Tage).
In Polen gibt es ca. 3500 Reisebüros, die zum größten Teil in der Incoming-Touristik tätig sind. Polen verfügt über 700.000 Übernachtungsplätze in 8000 Ortschaften (Hotels, Motels, Pensionen, Campingplätze). Dazu muss man noch 500.000 Plätze in Ferienheimen hinzurechnen, die nur im Sommer zur Verfügung stehen.
Seit 1. Januar 1999 ist Polen in 16 Woiwodschaften aufgeteilt. Das sind die Neuen Bezirke (in Klammern die Hauptstadt):
Angrenzende Länder: Polen grenzt im Norden an Russland (210 km, Oblast Kaliningrad), im Osten an Litauen (103 km), die Belarus (416 km) und die Ukraine (529 km), im Süden an die Slowakei (539 km) und die Tschechische Republik (790 km), im Westen an Deutschland (467 km). Die Länge der Seegrenze, reich an wunderschönen Sandstränden, beläuft sich auf 524 km.
Bevölkerung: 38.654.000 (1999) und eine Bevölkerungsdichte von 124 pro qkm Personen pro 1 km2.
Fläche: 312 685 km2 (120 728 Meilen2).
Flüsse: Wisla (Weichsel) 1.047 km, Bug 587 km, Narew 484 km, San 443 km, Odra (Oder) 742 km, Warta (Warthe) 808 km.

Die Natur wird durch große Abwechslungen gekennzeichnet. Ein Beweis dafür ist die Vielfalt von Nationalparks (ca. 22), Naturschutzgebieten (ca. 1200), Landschaftsschutzgebieten (über 100) und Schutzgebieten (knapp 400).

Das Klima hat einen Übergangscharakter. Über Polen stoßen die ozeanischen Luftmassen mit den Kontinentalluftmassen zusammen, deshalb gibt es während jeder Jahreszeit einen großen Witterungswechsel und es ist sehr schwierig, das Wetter genau vorauszusagen. Die mittlere Jahreslufttemperatur beträgt 6 - 8,5 oC. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge 500-700 mm. Der Anteil von Schneefällen ist nicht groß und beträgt 5 - 20 % vom Gesamtniederschlag. Das Klima in den Gebirgsgebieten wir im Winter durch viel Schnee gekennzeichnet. Abhängig von der Höhe ist hier die Temperatur, denn ein paar Grad Celsius weniger und die Niederschläge, von denen 40-60% Schneefälle sind, überschreiten pro Jahr 1000 mm.

Drei große Gebiete lassen sich in Polen unterscheiden. Der Norden des Landes dehnt sich als weite Tiefebenen von der westlichen zur östlichen Landesgrenze aus, die meistens 200 m nicht überschreiten. Im Nordwesten mit der Hafenstadt Stettin (Szczecin), im Norden mit Gdynia und Danzig (Gdansk). Der Nordosten wird durchzogen von der Masurischen Seenplatte mit den Städten Elblag (Elbing) und Olsztyn (Allenstein). Die Mitte des Landes gehört zu dieser ersten Zone flachen Landes, in der sich die Hauptstadt Warschau und die Industriestadt Lodz befinden. Dem Tiefland im Norden folgt als zweite Zone Hügelland, das sich östlich der Oder von Zielona Gora (Grünberg) über Czestochowa (Tschenstochau), vorbei an Katowice und Krakow bis zu dem Gory Swietokrzyskie (Heilig-Kreuz-Gebirge) mit der Stadt Kielce erstreckt. Als dritte Zone schließt sich weiter im Süden zur Grenze mit der Tschechischen Republik und der Slowakei die Gebirgslandschaft des Riesengebirges im Westen und den Karpaten, Beskiden und Hohe Tatra (Tarnica) weiter östlich an. Wichtige Stadt hier: Nowy Sacz (Neu-Sandec). Höchster Berg ist der Rysy mit 2.499 m.

Die Überlieferungen aus dem Altertum, um das VI. Jahrhundert, erwähnen slawische Stämme die auf dem Territorum des heutigen Polens wohnten. Im VII. Jahrhundert entstanden die ersten befestigten Siedlungen (die wichtigste Burg im Weichselgebiet war Krakau). Die Gründung des organisierten polnischen Staates (das X. Jahrhundert) und sein Aufschwung sind mit dem Fürstenhaus von Piasten und später von Jagellonen verbunden. Die Jagielloner Aera, d.h. das XV. Jahrhundert, und vor allem das XVI. Jahrhundert wird als "das Goldene Zeitalter der polnischen Kultur" bezeichnet, wobei die zahlreichen Residenzen (u.a. Wawel, Piaskowa Skala), die Kunstwerke und die damaligen Wissenschaftserrungenschaften (u.a. von Kopernik) heute noch bekannt sind. Seit dem XI. Jahrhundert war Krakau die Hauptstadt von Polen. Obwohl seit dem XVII. Jahrhundert Warschau die Hauptstadt Polens wurde, hatte die Krönung der Könige und die Königsbeerdigungen immer in Krakau stattgefunden. Im XVII. Jahrhundert hatte Polen mit Schweden, Russland und der Türkei Kriege geführt, die erhebliche materielle Verluste sowohl die Verluste von Kulturgüter mit sich brachten. Am Ende des XVIII. Jahrhunderts wurde Polen dreimal unter Österreich, Russland und Deutschland aufgeteilt. Polen ist damals von der Europakarte verschwunden, obwohl das Volksbewusstsein auf polnischem Boden immer noch lebhaft war. Davon zeugen die damaligen Freiheitsbewegungen oder der vaterländischer Charakter vom Schaffen der Polen. Nach dem I. Weltkrieg erhielt Polen seine Unabhängigkeit wieder, verlor sie aber erneut für einige Jahren wegen des II. Weltkriegs. Die Okkupation von Hitler hat vielen Millionen Polen und Juden den Tod gebracht (u.a. im Konzentrationslager in Auschwitz). In 1989 Jahre, im Zusammenhang mit einer Gesellschaftsordnungstransformation, hat Polen angefangen die Politik der offenen Tür zu führen und ist in vielseitigen Beziehungen mit westlichen Ländern getreten.
Zu den im Ausland bekanntesten Polen gehören: der Papst Johannes Paulus der II., Lech Walesa und zwei Nobelpreisträger - Czeslaw Milosz und Wislawa Szymborska (die beiden wohnen zur Zeit in Krakau), Tadeusz Mazowiecki, Leszek Balcerowicz.
