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Länderinformationen:
Mexiko - Allgemein


México hat von allem etwas: 10.000 km Strände, tropischen Regenwald im Süden, einsame Wüsten im Norden; eine Hauptstadt, die als die größte Stadt der Welt gilt, und kleine Indianerdörfer, deren Bewohner noch so leben wie ihre Vorfahren. Was immer der Reisende sucht, ob Kultur, Geschichte, unberührte Natur, mondänes Strandleben oder sportliche Herausforderungen: in México wird er es finden!



ALLGEMEINE INFORMATIONEN nach oben

Mexico, genauer gesagt die "Vereinigten mexikanischen Staaten", umfassen knapp 2 Mio. qkm. Es ist damit etwa 5 mal grösser als Deutschland. Es gibt 31 Bundesstaaten. Das Land grenzt im Norden an die USA und im Süden an Guatemala und Belize. Etwa 60 % sind bedeckt durch ein zentrales Hochplateau, das im Osten und Westen von Gebirgsketten, und im Süden von gewaltigen Vulkanen begrenzt wird.



WIRTSCHAFTLICHE SITUATION nach oben

Daß Mexico mit über 100 Mrd. US-$ weltweit an 2. Stelle der Staatsverschuldungen steht und massive politische wie wirtschaftliche Probleme hat, offenbart sich dem Besucher nicht unbedingt. Die Reallöhne haben sich in den letzten 10 Jahren halbiert. Mexico´s Staatseinnahmen kamen bisher hauptsächlich - neben dem Tourismus - aus der Förderung von Erdöl. Aus dieser Abhängigkeit von einem Rohstoff, der starken Preisschwankungen unterliegt, will man sich befreien. Große Hoffnung setzt die mexikanische Regierung daher in "NAFTA", das Freihandelsabkommen mit den USA und Canada: innerhalb weniger Jahre sollen alle Handelsschranken wie Zölle etc. abgebaut werden. Die Mexikaner brauchen das Kapital, die Nordamerikaner billige Arbeitskraft, und Canada liefert die Rohstoffe. Alle drei Partner erhoffen sich Wirtschaftswachstum durch gesteigerte Absatzmöglichkeiten. Erste Konsequenz dieses weltweit einmaligen Experimentes ist der Verkauf staatlicher Betriebe: von ehemals 1200 sind bereits über 1000 verkauft, darunter die Telefongesellschaft TELEMEX, sowie die beiden Fluglinien AEROMEXICO und MEXICANA. Die Anpassungskosten für die Betroffenen sind hoch: Stillegung unproduktiver Betriebsteile und massiver Personalabbau.



KULTUR nach oben

Als der Spanier Hernán Cortés 1519 mit einer Handvoll Männern in Veracruz an Land ging, wurde er von den kriegerischen Azteken, deren Imperium von den Bergen im Norden bis hinunter zu den Dschungeln von Tehuantepec im Süden erstreckte, freundlich empfangen. Sie hielten ihn für ihren Gott Quetzalcóatl, der - einer alten Weissagung zufolge - eines Tages zu ihnen zurückkehren sollte. Auch er war als hellhäutig und bärtig beschrieben, und auch er sollte von Osten kommen. Erdbeben, Kometen und seltsame Erscheinungen am Himmel waren beobachtet und von den Priestern als Zeichen seiner nahen Ankunft gedeutet worden. Dieser unglaubliche Zufall bewirkte es, dass eine Handvoll Spanier in ganz kurzer Zeit dieses Riesenreich erobern konnte.

Die Hauptstadt des Aztekenreiches war Tenóchtitlan: inmitten eines Sees gelegen und durch Dämme mit dem Festland verbunden. Chronisten zufolge sollen schon damals etwa 250.000 Menschen dort gelebt haben, mehr als in jeder grossen Stadt in Europa. Die breiten Strassen wurden gesäumt von Palästen, Tempeln und Pyramiden; es gab Märkte mit Produkten aus dem ganzen Land, darunter auch den Kakao-Bohnen, die so teuer waren, dass sie auch als Zahlungsmittel verwendet wurden. Es gab Springbrunnen und Gärten mit exotischen Blumen und Gewürzpflanzen. Im kaiserlichen Zoo gab es Tiere jeglicher Art. Die Strassen der Stadt wurden durch Strassenkehrer peinlich sauber gehalten, und die Häuser des Adels waren prunkvoll und hatten Blumengärten auf den Dachterrassen. Über allem ragte die gewaltige Pyramide des grossen Tempels auf.

Um die Fremden günstig zu stimmen, empfängt Moctezuma sie mit kostbaren Geschenken. Und um sie zu beeindrucken, führt er ihnen die ganze Fülle seiner Macht - und seinen unermesslichen Reichtum vor. Kein Wunder, dass die Spanier glauben mussten, das sagenumwobene "Eldorado" gefunden zu haben, das Goldland. Unter einem Vorwand lässt Hernán Cortés Kaiser Moctezuma gefangennehmen: das Ende des grossen Aztekenreiches war gekommen.

Da, wo einst Tenóchtitlan war, ist heute die Hauptstadt México-City. Erbaut auf dem sumpfigen Untergrund des einstigen Sees. Und wo der Haupttempel stand, ist heute der Zócalo. Der sumpfige Untergrund - und der grosse Grundwasserbedarf einer Millionenstadt - haben dafür gesorgt, dass heute manche der grossen Bauwerke eingesunken sind: wie z.B. die Basílica de Guadalupe, oder das Teatro de Bellas Artes. Am Stadtrand sind Reste des einstigen Kanalsystems zu sehen: in den "schwimmenden Gärten von Xochimilco".

Den sagenhaften Goldschaft Moctezumas, den Cortés mit eigenen Augen gesehen hat, habt man aber bis heute nicht gefunden, trotz umfangreicher Grabungen, auch in der Neuzeit.

Zeugen der grossen indianischen Vergangenheit begegnet man noch heute auf Schritt und Tritt, selbst in der Millionenstadt México-City, wo bald jedesmal, wenn man für einen Neubau die Erde aufwühlt, etwas Neues entdeckt wird. Aber nicht nur tote Steine reden davon: von den ca. 90 Mio. Einwohnern Mexicos sind etwa 15 % reinrassige Indianer, die in vielen Fällen noch so leben wie ihre Vorfahren Generationen vor ihnen, und die noch ihre eigenen Sprachen sprechen; dazu etwa 75 % Mestizen (Mischlinge zwischen Indianern und Weissen). Es ist ein überwältigendes Gefühl, wenn man z.B. in den Maya-Staat Yucatán reist und dort plötzlich ständig Menschen begegnet mit genau den gleichen Gesichtszügen wie die der Statuen im Museum, oder auf den Wandmalereien von Bonampak!

Zeugen der Vergangenheit sind aber auch das in México gesprochene Spanisch, das mit Begriffen aus dem Náhuatl (noch heute lebendige Aztekensprache) gespickt ist. Und erst recht die mexikanische Küche: nicht nur, dass die altindianischen Nahrungsmittel wie z.B. Kakao, Mais, Bohnen, Kürbisse etc. noch heute eine dominante Rolle spielen; sehr viele Gerichte, ihre Zutaten und die Gerätschaften zu ihrer Zubereitung tragen indianische Namen.



BEVÖLKERUNG nach oben

Der größte Teil der zu 96% katholischen Bevökerung besteht aus Mestizen, der Prozentanteil der Indianer wird mit rd. 3% angegeben. Doch beruht die ethnische Gliederung weniger auf rassischen, als kulturell-zivilisatorischen Mermalen, bzw. der Selbsteinschätzung : Viele Mestizen bezeichnen sich als Weiße, viele Indianer als Mestizen.

Die meisten der 45 Stämmen angehörenden Indianer leben im südlichen Mexico, u.a. Maya, Zapoteken, Mazateken und Mixteken. Zwei Präsidenten des Landes (Benito Juárez Garcia und L. Cárdenas) waren indianischer Herkunft.

Das hohe Bevölkerungswachstum hat eine starke Landflucht zur Folge, doch ist in den Städten weder ausreichend Arbeit, noch Wohnraum vorhanden, was zu ausgedehnten Elendsvierteln führte.

Ein Teil der Arbeitslosen bemüht sich, in die USA auszuwandern oder dort vorübergehend als Landarbeiter unterzukommen, z.T. auch auf illegalem Weg.

Trotz 6-järiger Schulpflicht beenden viele Kinder, vor allem auf dem Lande, die Schule nicht. Mexico verfügt über 42 Universitäten, doch hat nur die 1551 in der Hauptstadt gegründete Unniversität alle Fakultäten.


(Quelle: Sympathie-Magazin "Mexiko verstehen", Studienkreis für Tourismus und Entwicklung)

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