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Länderinformationen:
Japan - Hintergrund



Geschichte nach oben

Die ersten Bewohner Japans waren Sammler und Jäger, genannt die Ainu, ca. 8 000 v.Chr. Einige Historiker vermuten, daß die Ainu polynesische Seefahrer waren, andere denken, daß sie über eine Landbrücke von Sibirien oder Korea kamen. Man weiß nur sehr wenig über diese Zeit, da keinerlei schriftliche überlieferungen bestehen. Der Zeitraum nach 660 v.Chr. ist besser dokumentiert. Jimmu, der erste Kaiser Japans verdrängte die Ainu in den Norden des Landes, und forderte den fruchtbarsten Teil des Landes für sich selbst. Die Jomon Periode wurde von der Yayoi Periode (300 v.Chr. bis 250 n.Chr.) abgelöst. Dieser Zeitraum wird durch die beginnende Entwicklung von Geräten zur Kultivierung von Reis gekennzeichnet. Diese Geräte legten den Grundstein zu der hohen Effizienz mit der heute Reis in Japan angebaut wird. Während der Kofun Periode (250 bis 700 n.Chr.) kreierten japanische Künstler Tausende von irdenen Grabmälern, die noch heute viele Besucher und Archäologen faszinieren. Im Jahre 363 n. Chr., führte die Kaiserin Jingo einen siegreichen Feldzug in Korea, das zu dieser Zeit durch die chinesische Kultur beeinflußt wurde. Japan übernahm viele Bestandteile der chinesischen Kultur und Philosophie, und Anfang des 5. Jhd. wurde Chinesisch die offizielle Amtssprache. Im Jahre 552 n.Chr., zollte der koreanische König Pakche den japanischen Herrschern seinen Respekt, indem er buddhistische Mönche ausgestattet mit unterschiedlichsten Schriften, und für die Zeit avantgardistischem Gedankengut, nach Japan entsandt. Tief beeindruckt, beschlossen Japans Herrscher ihre Art der Bestattung zu ändern, und folgten von nun an der, von den Buddhisten befürworteten, Feuerbestattung. Prinz Shotoku verabschiedete in 604 n.Chr. die erste Verfassung Japans, und führte Buddhismus anstatt des Shintoismus als offizielle Religion ein. Während der Nara Periode (710 bis 794 n.Chr.) gewann der Buddhismus an Einfluß.

Die Heian Periode (794 bis 1185 n.Chr.) war eine Zeit großer Veränderungen. Kaiser Kammu entzog sich der Macht, die von buddhistischer Seite her ausgeübt wurde, indem er anstatt Nara, Heian (heute Kyoto) zur Hauptstadt machte. Daraus erfolgte eine großartige Entwicklung der japanischer Kunst, Kultur und Religion. Durch die Proklamation, dass Shintoismus und Buddhismus dieselbe Gottheit in verschiedenen Erscheinungsformen verehren, wurden die Spannungen zwischen den beiden Religionen beigelegt. Im 9. Jhd. wurden die Ainu noch weiter nördlich verdrängt, und somit reichten Japans Grenzen nun bis zum nördlichen Ende Honshus. Diese Periode markiert den Anfang des Rückzugs der japanischen Kaiser aus dem öffentlichen Leben. Sie übertrugen ihre Macht an ihre Kriegsherren. In dieser Zeit entstand die Schicht der Samurai. Diese Adligen niedrigen Standes, ähnlich den Rittern in der Geschichte Englands, waren Berufssoldaten, die Gesetzte ihrer Kriegsherren geltend machten. Im Jahre 1185, nachdem die Minamoto Familie den Taira Clan vertrieben hatte (die wiederum den korrupten Fujiwara vertrieben hatten), ernannte Yoritomo Minamoto sich zum ersten Shogun, oder obersten Befehlshaber der Truppen. Im Jahre 1199, nach seinem Tode, übernahm die Familie seiner Frau Yoritomo, der Hojo Clan, die Kontrolle über das Feudalsystem. Zen, von China stammend, wurde in Japan eingeführt, und fand große Unterstützung in der Samurai Schicht. Im Jahre 1274 und 1281 versuchte der Kublai Khan in Japan einzufallen, nachdem sich das Land nicht seiner Macht unterwerfen wollte. Diese Pläne des Khans wurden von einem der vielen Taifunen, die über das Land toben, vereitelt. Seit dieser Zeit werden Taifune auch kamikaze, oder 'Göttlicher Wind' genannt. Die ersten Europäer, die Japans Boden betraten, waren Seeleute von einem portugiesischen Schiff, das im Jahre 1543 Schiffbruch vor der japanischen Küste erlitt. Die Japaner waren fasziniert von den europäischen Waffen und Munition, und versuchten sehr schnell Handelsbeziehungen zu etablieren. Bald folgten weitere Europäer, nicht nur Händler, aber auch Missionare, wie zum Beispiel Francis Xavier, der versuchte die japanische Bevölkerung zum Katholizismus zu bekehren. Anfänglich wurden diese Versuche vom Shogun toleriert, aber bald wurde er mißtrauisch. Der Shogun glaubte, daß die Missionare Vortruppen einer militärischen Invasion seien, und ließ 26 Priester und japanische Bekehrte kreuzigen. Die Christenverfolgung wurde fortgesetzt und erreichte ihren Höhepunkt im Jahre 1637, als Christen sich erfolglos zur Wehr setzten. Bis zum Ende des 19. Jhd wurde der christliche Glaube im Geheimen ausgeführt.

Im Jahre 1600 n.Chr., wurde Ieyasu Tokagawa Shogun seine strenge Regierungsführung führte zur völligen Isolierung Japans. Es war Ausländern verboten Japan zu betreten. Diese Periode bescherte Japan eine kulturelle Blütezeit, obwohl keinerlei Außenhandel betrieben wurde. Wie in allen Diktaturen, begann sich Korruption zu entwickeln, und ausländische Schiffe begannen wieder vor der japanischen Küste aufzutauchen. Durch ausländische Waffentechnologie in Schrecken versetzt, stimmte Japan der Wiederaufnahme von Handelsbeziehungen sehr schnell zu. Dies führte zu einem Vertrauensverlust der Bevölkerung in den Shogun, der daraufhin seine Konsequenzen zog, und die Macht im Jahre 1868 an den Kaiser Meiji zurückgab. Soziale Unruhen waren die Folge, da sich ein Machtvakuum ergab. Es kam zu Kämpfen und Beschlagnahmungen von Land, und die Samurai führten eine offene Rebellion gegen die Regierung, um ihre Autorität wieder herzustellen. Während der Saigo Rebellion wurden die Samurai besiegt und ihrer Macht enthoben. Nun ging Japan daran seine militärische und politische Macht wieder herzustellen, und führte eine aggressive Außenpolitik. Während des Chinesisch - Japanischen Krieges (1894 bis 1895), wurde China sehr schnell besiegt, und Taiwan wurde im Friedensvertrag, Japan zugesprochen. Anfang des 20. Jhd. besetzten japanische Truppen die Mandschurei , und begannen in Korea einzudringen, das aber auch in den russischen Interessenkreis fiel. Nach einigem hin und her zwischen den beiden Mächten, wurde Port Arthur (in Dalian) von japanischen Truppen angegriffen, und Japan löste somit den Russisch - Japanischen Krieg aus, den Japan innerhalb von 18 Monaten gewann.

Zu Beginn des ersten Weltkriegs, versuchte Japan nicht zu sehr in den Kampf gegen Deutschland verwickelt zu werden, sondern konzentrierte sich vielmehr auf den Ausbau wirtschaftlicher Handelsinteressen. Diese Art der Außenpolitik sollte sich in den 30iger Jahren als sehr nützlich erweisen, als Japan versuchte seine Machtsphäre weiter auszuweiten Nach einem militärischen Zwischenfall zwischen japanischen und chinesischen Truppen auf der Marco Polo Brücke, in der Nähe von Beijing, im Jahre 1937, fielen japanische Truppen erneut in China ein. Innerhalb eines Jahres gelang es Japan große Teile Chinas unter seine Kontrolle zu bringen. Im Dezember 1941 griffen japanische Truppen den amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor an. Japan betrachtete die USA als eine Bedrohung ihres asiatischen Handelsmonopols, und versuchte so seine Vorherrschaft im Pazifikraum auszubauen. Obwohl die ersten militärischen Auseinandersetzungen von Japan gewonnen wurden, erfuhr Japan eine große Marineniederlage während der Schlacht von Midway. Im Jahre1945, kämpfte Japan verzweifelt um seine letzten Inseln, nachdem seine Truppen von den Alliierten zurückgedrängt worden waren. Am 6. August 1945, warfen die Vereinigten Staaten ihre erste Atombombe über der Stadt Hiroshima ab, und warfen eine weitere am 9. August über der Stadt Nagassaki ab. Daraus resultierte eine sofortige Kapitulation Japans. Verschwörungstheoretiker glauben, daß Kaiser Hirohito bereits vor dem Abwurf der Atombomben zur Kapitulation bereit war, daß aber der amerikanische Präsident Trumann es vorzog dies zu ignorieren, um die militärische Macht seines Landes zu demonstrieren.

Die alliierten Kräfte kontrollierten Japan nach dem Krieg, und zwangen Kaiser Hirohito von seiner göttlichen Abstammung Abstand zu nehmen, womit er automatisch seines Amtes als Kaiser enthoben wurde. Nach Jahren eskalierender Inflation, begann sich Japans Wirtschaft in den 50iger Jahren zu stabilisieren, und Japan entwickelte sich zu einer der führenden Wirtschaftsmächten. Im Jahre 1994, lag die Inflationsrate bei 0,7%, und die Arbeitslosenrate bei 2,9%. Während der letzten fünf Jahre gewann der Yen unaufhörlich gegenüber dem Dollar. Führend in der Produktion von elektronischen Geräten, Industriegütern und Computer Hardware, scheint es, daß Japan Anfang des nächsten Jahrhunderts die Weltwirtschaft anführen wird.


Bevölkerung nach oben

über 75% der 120 Millionen Menschen in Japan, leben in Städten. Das am dichtesten besiedelte Gebiet ist der Tokio-Yokohama-Kawasaki Ballungsraum. Fast die gesamte Bevölkerung ist japanisch. Weniger als 1% sind Ausländer. Die meisten Ausländer stammen aus Korea, und leiden unter starker Diskriminierung am Arbeitsplatz. Außer den Koreanern und Japanern findet man die Ainu, eine absolute Minderheit, dessen Vorfahren die Ureinwohner Japans waren.


Religion nach oben

Religion gehört zur Lebensart in Japan, und die Mehrheit der Bevölkerung praktizieren Shintoismus, Buddhismus, oder beides. Es bestehen viele religiöse Ableitungen aus den zwei Hauptreligionen, zum Beispiel Zen Buddhismus und Soka Gakkai. Nur eine kleine Minderheit folgen dem christlichen Glauben. Es scheint, daß die asketische Natur der Religion, dessen Anhänger von der pantheistischen Shinto Religion isoliert.


Sprache nach oben

Die offizielle Landessprache Japanisch, ist die am meisten gesprochene Sprache. Englisch entwickelt sich zu einer sehr beliebten Zweitsprache, und die meisten Japaner verstehen zumindest einfache Grundbegriffe. Die meisten Wegweiser sind in japanisch geschrieben, aber einige haben auch eine englische Übersetzung.




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